Besonderheiten

 

Die Feder bietet neben den bereits kurz dargestellten Schwerpunkten eine große Fülle von Besonderheiten.
Eine kleine Auswahl davon soll hier stichwortartig behandelt werden.
 



Einige Arten bilden besonders geformte Prachtfedern aus
(z.B.  Stockerpel, Birkhuhn, Kernbeißer).

Beim Pfau besteht der lange und zu einem Rad aufstellbare "Schwanz" aus den überdimensionalen Oberschwanzdecken, die von den unscheinbar rötlichen Steuerfedern gestützt werden.
 
Beim Seidenschwanz bewirkt die starke Lipochromeinlagerung an den Enden der vorderen Armschwingen eine Bildung von roten Hornplättchen als Folge des Zusammenbackens der so gefärbten Federäste.


 

Einige Vogelarten oder -gruppen besitzen besondere Federn.
Eulen bilden speziell ausgebildete Kopffedern aus ("Schleier"), die eine Schalltrichterfunktion besitzen. Auch zur Unterstützung Ihrer Jagdweise dient das generell weiche Gefieder und die Sägezahnkanten der Außenfahnen der äußeren Handschwingen.


Der Schwanz der Spechte und Baumläufer ist durch zugespitzte und mit einem besonders festen Schaft versehenen Federn gekennzeichnet. Damit wird ihre oft kletternde Fortbewegung wirksam unterstützt.
Verlängerte Schwanzfedern treten bei verschiedenen Arten auf (Eisente, Jagdfasan, Rauchschwalbe).
 
Zerschlissene Schmuckfedern treten besonders bei Reihern auf wie hier bei den sog. "Reiherfedern" des Seidenreihers.

Wachstumsstreifen
auf den Federn haben ihre Ursache in der unterschiedlichen täglichen Ablagerungsaktivität der federbildenden Zellen. Sie sind aber selten deutlich zu sehen, teilweise nur strukturell (bei wechselndem Lichteinfall).
 
Im Gegensatz dazu sind Hungerstreifen deutlicher sichtbar. Sie resultieren aus ungünstigen Wachstumsbedingungen. Neben der Beeinträchtigung der farbbildenden Zellen kann auch eine solche der federbildenden Zellen vorliegen bis hin zu deutlich sichtbaren Fahnendefekten.
Rechts sind einige Streifen am Steuer eines Haussperlings zu sehen.

Ein weites Feld ist auch der instrumentelle Einsatz zur Erzeugung von Geräuschen. Besonders bekannt ist das "Meckern" der Bekassine beim Balzflug, das durch vibrierende Steuerfedern verursacht wird und ihr den Namen "Himmelsziege" einbrachte. Aber auch die Fluggeräusche von Stock- und Schellente sind bekannt und werden mittels sogenannter Schallschwingen erzeugt.
 

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